Welches Sensenblatt wofür?

Die verschiedene Arten von Sensenblättern…

 

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Sie haben von Vater oder Großvater eine Sense geerbt – oder in der Scheune gefunden? Komisch hat es ausgeschaut – aber, einem geschenkten Gaul…

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Sie haben das Sensenblatt grob gesäubert und dann neugierig ausprobiert, vermutlich mit wenig Erfolg. Zunächst dürfte es nicht mehr scharf gewesen sein. Und wegen des Rosts gleitet es auch nicht, sondern verhakt sich am Boden.  Außerdem fehlt Ihnen wahrscheinlich die richtige Technik und der richtige Schwung.

Das gleiche kann passieren, wenn Sie wahllos im Baumarkt eine der angebotenen Standardbilligsensen erworben haben, bestehend aus Sensenbaum (= Stiel) und Klinge (= Sensenblatt)..

Der Sensenbau sollte auf den Körper des Mähers abgestimmt sein, und das  Sensenblatt zum Mahdgut. Und das Sensenblatt sollte aus Stahl geschmiedet sein, nicht gewalzt, und nicht aus Blech. Ein gutes Sensenblatt hat seinen Preis – dieser liegt um und über 40 EURO.

 

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Es gibt hunderte Arten unterschiedlicher Sensenblätter, dicke und dünne, kurze und lange, schwere und leichter – nahezu jede Region, manchmal sogar jedes Dorf hatte früher einen eigenen Typ von Sensenblatt, das vom Dorfschmied hergestellt wurde.

Irgendwann Ende des 19 Jhds. wurde die "Einheitssense" für den "Durchschnittslandwirt" erfunden: Die leichtgebogene  "Reichsformsense". Für spezielle Nutzungen gibt e spezielle Blätter. Allerdings sind die  Nutzungsübergänge fließend. Um die Verwirrung komplett zu machen: Die meisten Blätter gibt es in a) von verschiedenen Herstellern, b) in unterschiedlichen Längen und c) unterschiedlichen Qualitäten. 

Wer will sich da auskennen? Allerdings: Einige wenige Unterschiede lassen sich ausmachen. Welches Sensenblatt Sie in der Scheune gefunden haben, und welches Sie tatsächlich benötigen, hängt allein von der Frage ab:

 

Was wollen Sie denn mähen? 

1. Für große, ebene Flächen mit hohen Gras-, Misch- oder leichten Getreidebewuchs

Lange Gras- bzw. Getreidesense, 

ab 75 cm Länge

 

2. Für "normale" Wiesenflächen mit stärkerem Gras- und Mischbewuch, auch Wildblumenwiesen

Universalsense breitRobuste, breite Gras- bzw. Universalsense

zwischen 60 cm  und 75 cm Länge

 

3. Für "leichte" Wiesen mit Gras- und Mischbewuchsbewuchs

Die schmale Gras bzw. Universalsense

zwischen 60 cm  und 75 cm Länge

 

4. Für härtere Gräser, aucfkommende Sträucher, Farne, Brennesseln und anderen, stärkeren Bewuchs z.B. an Randstreifen, an und unter Zäunen

Wilwuchssense

20160902_093036Wildwuchssense, 50 cm (nur von Schröckenfux Österreich) 

 

5. Für Büsche, Sträucher, stärkere Farne, Heidebewuchs, strohigen Schilfbewuchs, "Gestrüpp"

20160902_093036Heidesense, Buschsense

ca. 45 cm oder 50 cm Länge

 

6. Zum Ausdünnen von Neuanpflanzungen (z.B. Baumschulen) oder zum Beseitigen von Buschwerk zwischen Bäumen

Forstkultursense

Forstsensen Forstkultursense PosthornFreistellungssense, Forst- bzw. Forstkultursense

ca. 45 cm Länge

In den Kurse der Sensenschule Bergisches Land können SIe die unterschiedlichen Sensenblätter ausprobieren. Sie lernen, sie zu fühlen, zu führen und "artgerecht" einzusetzen.